Dinkelsbühl und die rote Bank in der Bleiche

2026

Auf unserer Deutschlandreise verbrachten wir einige Tage in Dinkelsbühl, das laut dem FOCUS-Magazin als „Schönste Altstadt Deutschlands“ gilt.

Nachdem wir die ersten Hürden bei unserer Ankunft genommen hatten und unseren zugewiesenen PKW-Parkplatz erreichten, kamen wir am 1. Mai 2026 in Dinkelsbühl an.

Wir hatten nicht gewusst, dass die Einfahrt in die Historische Altstadt zwischen Mai und September gesperrt und nur mit Erlaubnis möglich ist.

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Doch bald erfasste uns der Zauber von Dinkelsbühl, das Einblicke in das Mittelalter, der Renaissance und der Barockzeit bietet. Diese fränkische Stadt mit seiner einzigartigen Silhouette lässt sich am besten vom Rothenburger Weiher aus ansehen, wenn sich die Altstadt auf dessen Wasseroberfläche spiegelt. Dort stand im Mai auch eine überdimensionale rote Baumelbank auf der Bleichwiese vor den Mauern der Stadt, wo zahlreiche Apfelbäume in voller Pracht blühten.

 

 

 

Diese Bank wechselt von April bis Oktober jeden Monat ihren Standort. In dieser Zeit können Besucher besondere Perspektiven auf Mauern und Türme, Parkanlagen und Gebäude von Dinkelsbühl genießen. Bis in die Stauferzeit um das 12. Jahrhundert gehen die Stadttore zurück. Besonders bemerkenswert ist die 2,5 km lange Stadtmauer mit 18 noch aus dem Mittelalter erhaltenen Türmen.

 

 

 

Im 15. Jahrhundert wurde das Münster St. Georg, eine spätgotische Hallenkirche, errichtet und gilt als das sichtbare Schmuckstück der Altstadt. In unmittelbarer Nähe des Münsters, an der Westseite des Weinmarktes, stehen stolze Bürgerhäuser. Sie sind Zeugen davon, wie reich und mächtig die Stadt Dinkelsbühl im Mittelalter gewesen ist. Die Giebelhäuser stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und in der ehemaligen Ratstrinkstube waren einst Kaiser und Könige zu Gast.

 

 

 

 

 

Auf unserem Rundgang durch die Altstadt beeindruckte uns das alte Kornhaus. Es ist ein stattliches Fachwerkhaus, in dem früher die Steuer in Form von Getreide aufbewahrt wurde. Heute findet dort alljährlich im Juli die „Kinderzeche“ statt, beim dem sich viele Bürger in historische Kostüme kleiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei unseren Rundgängen durch die Altstadt nutzten wir auch das Rothenburger Tor, von dem man zum gleichnamigen Weiher kommt. Von dort ist es nicht mehr weit zum „Faulturm“, der mit einem Zwingerhäuschen einst zur Verteidigungsanlage gehörte. Es ist sicher eine der schönsten Ansichten von Dinkelsbühl, die man mit einem Café-Besuch in der Altstadt abrunden kann. Zum Abendessen genossen wir die fränkische Küche im modern designten Hezel Restaurant, das in einem ehemaligen Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist.