Stiller Luxus und ein Geschichtsbuch der Natur

2026

Auf unserer Deutschlandreise kehrten wir im August 2026 in die Lüneburger Heide zurück.

Zum zweiten Mal nach 2022 waren wir zu Gast auf dem Stimbekhof in Oberhaverbeck.

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Das historische Anwesen ist kein klassisches Hotel, viel mehr genossen wir den „stillen Luxus“ in den teilweise über 100 Jahre alten Gebäuden des Reetdach Ensembles. Unter dem Motto „Ein Stück vom Glück“ haben drei junge Hoteliers einen besonderen Ort geschaffen, der 60 Kilometer südlich von Hamburg mitten in der Lüneburger Heide liegt.

 

 

 

Wir entschieden uns wieder für das „Gutsherrenzimmer“ im Landhausstil der ehemaligen Remise, das über eine schöne Terrasse verfügt. Regionalität, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit sind die Themen und auf dem Areal findet jeder Individualist seinen Ort der Ruhe. Frühstück im Haupthaus, ein Abendbrot im ehemaligen Schnuckenstall oder eine der Ruheoasen unter alten Eichen in der Hängematte, auf Liegen und Bänken sorgen für ein „Stück vom Glück“.

 

 

 

Nur wenige Stunden nach unserer Ankunft auf dem Stimbekhof war der „Aufstieg“ zum Turmberg unser erstes Ziel. Von einem „Berg“ mit 135 Meter Höhe hat man einen traumhaften Panoramablick in die Heidelandschaft, die von Wacholderbüschen und Birken unterbrochen wird. Es war die Zeit der Heideblüte und wir ließen es uns nicht nehmen, den grandiosen Sonnenuntergang vom Turmberg aus zu genießen.

 

 

 

 

 

Als eine typische Heidefläche der Lüneburger Heide gilt der „Steingrund“, der in der Eiszeit entstand und in dem zahlreiche abgelagerte Findlinge zu finden sind. Wie der benachbarte „Totengrund“ handelt es sich um ein Trockental, das über kein Fließgewässer verfügt. Auf schmalen Wanderwegen erlebten wir großartige Aussichten, die zum Fotografieren einluden.

 

 

 

 

 

 

Etwa eine Viertelstunde mit dem Auto von Oberhaverbeck entfernt, liegt das 8000 Jahre alte „Pietzmoor“ am Südrand der Lüneburger Heide bei Schneverdingen. Das Hochmoor ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wird nach der erfolgreichen Renaturierung als ein „Geschichtsbuch der Natur“ bezeichnet. Wir wanderten über einen etwa fünf Kilometer langen Rundweg meist über Bohlenstegen quer durch eine faszinierende Hochmoorlandschaft, bei der Flora und Fauna im Mittelpunkt stehen.

 

 

 

 

 

Ebenfalls am Stadtrand von Schneverdingen liegt das Landschaftsschutzgebiet Höpen. Inmitten der attraktiven Heidelandschaft erlebten wir eine Heidschnuckenherde. Pünktlich um 10.30 Uhr konnten wir den Schäfer beim Austrieb seiner Heidschnucken erleben, bevor wir zum Heidegarten wanderten. Der „Höpen-Heidegarten“ ist bekannt durch seine rund 200 verschiedenen Heidesorten, über die man von einem Aussichtsturm den besten Überblick hat.

 

 

 

 

 

 

Unsere Tage in der Lüneburger Heide endeten mit einem Sonnenuntergang, den wir wieder vom Turmberg aus beobachten konnten. Im Gegenlicht erblühte noch einmal die Heide und wir verabschiedeten uns mit dem Versprechen, bald wieder zurückzukehren.