1991

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1991 – FC Licher Stammtisch-Radeln: Die glorreichen Sieben

Erstmals fand im Jahr 1991 die FC Licher-Stammtischtour am zweiten August-Wochenende statt. Auslöser waren zwei „schwangere“ Stammtischradler, so das beim „Warm up“ im Groß-Gerauer Kulturcafe sich die „Glorreichen Sieben“ auf eine Tour vorbereiteten, die mit dem Zug zunächst bis nach Pforzheim führte und von da ab 154 Kilometer zurück bis Büttelborn.

Organisiert von „Rolli“ Rolf F. begann die Radtour für Karlheinz, dem Radel-Reporter, am frühen Samstagmorgen um 5 Uhr mit dem Ausruf „Ich glaub´ der Wecker spinnt“.
Erst knapp fünf Stunden waren vergangen, nach dem Ende des „Warm up“, dass diesmal nicht wie gewohnt um 22 Uhr im Kulturcafe endete, sondern im „Wagenrad“ bei Elsbeth mit einigen Runden Freibier in die Verlängerung ging.

Neu in der Licher-Radlertruppe war Peter, den Karlheinz kurz vorstellte: „Verheiratet, Vater, sportlich, freundlich und gutaussehend“.

1991 Licher-Radtour mit Neuling Peter

Um 9.30 Uhr am Samstagmorgen war Pforzheim erreicht und der erste Weg ging in eine Metzgerei zur Stärkung, denn von Beginn an gings steil bergauf. „Newcomer Peter bekam sofort gezeigt, was wir für Kerle sind“, berichtete Radelreporter-Karlheinz. Nach 19 Kilometer und einer Stunde Fahrzeit war Frühstück im Örtchen Göbrichen angesagt. Bei Kilometer 30 freuten sich die Licher-Radler über die historische Altstadt in Bretten und traditionell wurde ein Gruppenfoto „geschossen“.

Bei Kilometer 43 knackt es im Gebälk

Eine weitere Stunde später notierte Karlheinz: „Da knackt es im Gebälk“. Die Licher hatten bei Kilometer 43 eine 600 Meter lange 10-prozentige Steigung zu bezwingen. Von da an jagte eine Bergwertung die nächste und Alois hatte die erste Panne des Tages. Um 14 Uhr ist es bei Kilometer Hans-Georg der einzige Licher-Radler, der noch im Sattel blieb. Doch, kurz vor dem Gipfel bricht bei seinem Rad eine Speiche. „Ächzen und Stöhnen“, die Reparatur zieht sich hin und erst nach einer Dreiviertelstunde ging es weiter bis zum Gasthof „Schindelberg“, wo sich der Wirt freute, dass die Licher-Radler eineinhalb Kisten Mineralwasser verbrauchten. Um 17.30 Uhr konnte endlich die erste Einkehr in eine Wieslocher Eisdiele umgesetzt werden. Eine Stunde später war mit dem Hotel „Felderbock“ der Übernachtungsort mit einem schicken Restaurant gefunden.

1991 Das Serviceteam Hans-Georg und Alois ist im Einsatz

Unter der Regie von Neuling Peter wurde ein exquisites Abendmahl genossen und Karlheinz hielt einen „Hunni“ pro Person absolut für angemessen. Nach Aperitif, einer Vorspeisenplatte, einer Fischplatte mit Scampi, Seeteufel und Lachs und dem Finale mit Grappa vom Feinsten passierte an diesem Abend nicht mehr viel und um Mitternacht begann die Nachtruhe für die Licher-Radler.

Schmerzliche Erfahrungen im Griesheimer Sand

Nach dem Frühstück wurde ein Erinnerungsfoto vor dem „Felderbock“ gemacht, bevor es Richtung Weinheim ging, das um 0.50 Uhr erreicht wurde. „Freibier für Alle“ durch die Organisation und Karlheinz notierte: „Respekt Rolli!“. Ein Badesee bei Kilometer 130 bei Alsbach sorgte für die willkommene Erfrischung, bevor Karlheinz eine Abkürzung vorschlug. „Das die Griesheimer Gemarkung nicht nur Griesheimer Sand heißt, erfuhren wir darauf schmerzlich“, stellte der Radel-Reporter fest, der sich wie alle anderen die annähernd zwei Kilometer mehr schiebend durch die Wanderdünen kämpfte. Entlohnt wurden die Licher-Radler mit einem Stopp, wo 28 verschiedene Sorten Milcheis angeboten wurden.

1991 Karlheinz und der Griesheimer Sand

In Büttelborn war um 16.45 Uhr bei Kilometer 157,6 das offizielle Ende der 1991er Radtour erreicht, über die Karlheinz dem Organisator noch einige Zeilen widmete: „Rolf F. hat seine Sache wirklich gut gemacht und sich für höhere Aufgaben empfohlen.“

1992 – Der olympische Gedanke des Licher-Stammtisches

Eine Woche zuvor hatten die Olympischen Spiele in Barcelona begonnen, da erreichte auch die Licher-Radler der olympische Gedanke mit der Teilnahme an der Stammtischradeltour, die am 31. Juli 1992 mit dem „Warm Up“ beim „Deiwel“ in Groß-Gerau begann. „Ein Stammtisch wie in alten Zeiten“, erinnerte sich Karlheinz an den Abend, der mit einer von der ehemaligen Stammtischwirtin Elke spendierten Runde Apfelkorn begann. Die deutschen Olympioniken holten in Barcelona derweil drei Goldmedaillen und der Licher-Stammtisch diskutierte: „Alle reden gleichzeitig, am lautesten Dieter – Einfach göttlich!“

1992 Über alle Hindernisse geht es dem Ziel entgegen

Am Samstagmorgen waren es dann neun Licher-Radler, die sich auf den Weg machten. Nach dem Start in Groß-Gerau-Dornberg kamen in Mörfelden und Frankfurt noch Peter und Hans-Georg mit Verspätung dazu. Erstmals seit der ersten Radtour im Jahr 1984 war Volker wieder mit von der Partie. Alois und Werner hatten noch keine Radtour verpasst, ebenso Karlheinz, der alle Touren sogar mit dem gleichen Rad absolvierte.

1992 Kampf um die Bergwertung mit Karlheinz und Dieter

Nach kulturellen Abstechern auf die Nippelskuppe

Um 9.40 Uhr war Fulda erreicht und die Radtour begann mit der Teilnahme an einem Fest der SPD, wo es Kuchen, Bratwurst, Musik und ein Bierchen gab. Alle Teilnehmer „freuten“ sich übe die traditionellen kulturellen Abstecher, wenn Karlheinz organisierte. Neben einer Stadtrundfahrt wurde der Dom in Fulda besichtigt, bevor es auf der „Nippelskuppe“ auf 420 Meter Höhe zur ersten Bergwertung kam. „Ohne zu prahlen, so wurden wir nun doch langsam warm“, berichtete Karlheinz in seinem Radel-Report. Nach mageren 29,2 Kilometer war es 12 Uhr mittags und im Örtchen Schweben kam ein Getränkeshop zur rechten Zeit. Eine Stunde später war auf 455 Meter in Hutten der höchste Punkt der gesamten Tour erreicht. Nach einer kurzen Besichtigung der Burg Bandenstein mit Blick über das Kinzigtal gings anschließend mit „rauchenden Bremsen“ auf die Abfahrt. Pizza stand auf der Speisekarte um 13.45 Uhr nach 47 Kilometer in Schlüchtern, bevor sich am Himmel rabenschwarze Wolken bildeten und die Licher-Radler auf dem Weg nach Wächtersbach ihr Tempo deutlich erhöhten. „Sehen wir einen Eiskaffee, ist jedes Wetterproblem passe´“, dichtete Karlheinz, der sich für seine perfekte Organisation feierte, obwohl die Sonnenschirme der Eisdiele dem Unwetter nicht gewachsen waren. „Ab sofort war Zeit für die komplette Eiskarte.“

1992 Kein Unwetter kann die Licher-Radler aufhalten

Als sich das Wetter besserte, düste der „Neuner-Licherzug“ in Richtung Gelnhausen und erreichten nach 82,6 Kilometer um 18.43 Uhr das Grimmelshausen-Hotel. Vor dem Abendessen hatte der Organisator noch einen unvermeidlichen Rundgang durch die historische Altstadt eingeplant, der in einem gemütlichen Biergarten mit einem „Hacki Spezial komplett“ endete.

Die Abkürzung, um die Natur näher zu bringen

1992 Das traditionelle Gruppenbild in Gelnhausen

Das obligatorische Gruppenfoto wurde am Sonntagmorgen am Obermarkt in Gelnhausen umgesetzt, bevor die Licher-Radler von der ersten Panne ereilt wurden. Volker´s Gaszug war gerissen und es gab keinen Ersatz, so dass der Alt-Newcomer den Rest der Tour im dritten Gang fahren musste. Die Weiterfahrt ging über Lützelhausen, Freigericht bis zu einem unplanmäßigen Stopp in Michelbach. „Wir waren in der Pampa gelandet“, stellte Organisator Karlheinz fest und nacheinem Umweg wurde zur Mittagszeit nach insgesamt 115,2 gefahrenen Kilometer Seligenstadt erreicht, wo der Biergarten am „Römischen Kaiser“ zur Zwischenstation einlud. Orga-Karlheinz suchte danach wieder eine Abkürzung. „Der kürzeste Weg nach Eppertshausen ist die Abteischneise“. Die entpuppte sich als echter Pfad für Trapper und Karlheinz versuchte es positiv zu verkaufen: „Ich wollte den Jungs nur ein wenig Natur näherbringen.“

1992 Alle Kraftreserven werden bei den Bergwertungen eingesetzt

Die letzte Sprintwertung beim Anstieg auf eine Autobahnbrücke entschied Gerhard für sich, bevor um 14.45 Uhr nach 134 Kilometer die Thomashütte erreicht wurde und Alt-Newcomer Volker sich ein Ständchen verdiente: „Er zahlte alles.“ Schließlich endete die Olympia-Radtour 1992 nach 178 Kilometer um 17 Uhr in Gräfenhausen bei Kaffee und Kuchen.

1992 Unerwartetes Hinderniss für die Licher-Radler

1993 – Wandern mit Fahrradbehinderung

Unter dem Motto „Büttelacker und Loreley“ organisierte Werner die Licher-Radelstammtischtour 1993, die am Freitagabend (30. Juli) mit einem „Warm up“ in der Königstädter Pizzeria „La Pergola“ begann.

1993 Das Gruppenbild der Licher-Radler in Bacharach

Am Samstagmorgen um 8 Uhr machten sich acht Licher-Radler auf den Weg, darunter Gerhard K., der seine Premiere beim Stammtischradeln gab. „Ohne Probleme, mit guter Kondition und frohem Gemüt gelang Gerhard K. 1993 die Integration“, erinnerte sich Karlheinz, der auf einen Radelreport verzichtete und stattdessen die Tour im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums kurz zusammenfasste: „Wandern mit Fahrradbehinderung auf der Suche nach….. – ist auch egal! Danke Werner.“

1993 Die Organisation von Werner erstaunte die Licher-Radler

Auch Rolf F., bereits mehrfach als „Rolli“ oder „Pannen-Rolli“ bezeichnet kommentierte die Tour: „Werner als Organisator = Chaos pur. Eine Tour wie im Wilden Westen, immer der Nase nach. Wozu bracht man eine Karte. Ich habe ja doch keine Ahnung.“ Rolf F. erinnerte sich daran, dass der Organisator sich bereits kurz nach der Abfahrt verfuhr.

1993 Radwandern auf dem Weg zum Kloster Eberbach
1993 Eine Bergwertung am Rhein

 

Am ersten Tag ging die Tour über 94 Kilometer von Mainz, Bingen und Stromberg bis nach Bacharach. Übernachtet wurde im Tal der Loreley im Hotel-Restaurant „Altkölnischer Hof“ und die Rückfahrt am Sonntagmorgen bezeichnete Rolf als „Chaos nach Werner Art: Ich fahre vorneweg, der Rest soll mir folgen.“

1993 Nur die Härtesten schafften die Auffahrt zum Kloster

Den Zwischenstopp im Kloster Eberbach erreichten nur einige der Licher-Stammtischradler, bis nach 81 Kilometer die Heimfahrt in Königstädten endete.

1993 Wo bitte gehts hier nach Bacharach

 

Die Stammtisch-Radeltouren werden im Jahr 1994 fortgesetzt.

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